2009-10-12

Aufbau Verlag stiftet Werner-Bräunig-Literaturpreis

Die Textmanufaktur in Leipzig und der Aufbau Verlag schreiben für 2010 erstmals den Werner-Bräunig-Literaturpreis aus. Der Preis ist mit 5.000 Euro Vorschuss und einem Verlagsvorvertrag mit dem Aufbau Verlag dotiert. Er wird am 13. März 2010 in Leipzig zum ersten Mal vergeben.

Sechs der besten Textmanufaktur-Autoren treten am 13. März 2010 in Leipzig bei dem Lesewettbewerb „Textmanufaktur on stage“ gegeneinander an. Neben dem Publikumspreis (500 Euro und zwei Freikurse) vergibt eine dreiköpfige Jury, bestehend aus einem Aufbau-Lektor, einem Autor und einem Literaturkritiker, den Werner-Bräunig-Literaturpreis für das beste Debüt.

Der Preis erinnert an Werner Bräunig (1934–1976), der nach einer Schlosserlehre und Gelegenheitsarbeiten u.a. im Uranbergbau zu schreiben begann und als große Hoffnung der jungen DDR-Literatur galt.

Am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig war er jungen Autoren ein anregender Lehrer. 1965 wurde ein Vorabdruck aus dem Roman „Rummelplatz“ auf dem berüchtigten 11. Plenum der SED so heftig angegriffen, dass der Roman nicht erscheinen konnte.

2009 wurde der Roman im Aufbau Verlag veröffentlicht, für den Deutschen Buchpreis nominiert und von der Kritik als einer der wichtigsten Romane des Nachkriegsdeutschland gewürdigt.

Werner Bräunig war ein unruhiger und unbequemer Geist, ein Grenzüberschreiter – ein Autor, der durch seine Konsequenz und Kompromisslosigkeit begeistert, vor allem aber durch seine kraftvollen Texte. In dieser Tradition sieht sich der gemeinsam von der Textmanufaktur und dem Aufbau Verlag ausgeschriebene Werner-Bräunig-Literaturpreis.

2009-10-08

Frankfurt Wintersemester 2009/2010: Das Mittelmeer als Kulturraum

Eine Vortragsreihe des Zentrums zur Erforschung der Frühen Neuzeit der Goethe-Universität Frankfurt a.M. und des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut)

Jeweils mittwochs 18 Uhr c.t.

Campus Westend, Raum IG 411

21. Oktober: Lutz Raphael (Trier)

Fernand Braudels Mittelmeer - ein Laboratorium für die Geschichte der Moderne.

Braudels Das Mittelmeer und die mediterrane Welt in der Epoche Philipps II.

4. November: Hannah Baader (Florenz)

Das Mittelmeer: Kulturen der Dinge, Topologien der Kunstgeschichte

18. November: Avinoam Shalem (München/Florenz)

Gewänder anfertigen, Geschichten erzeugen: Thomas Becket in Fermo

2. Dezember: David Abulafia (Cambridge, GB)

Writing the History of the Mediterranean

16. Dezember: Wolfgang Kaiser (Paris)

Passeurs de rives und interkultureller Handel im Mittelmeerraum. Eine

Entzauberung

13. Januar: Nabil Matar (Minneapolis)

Messianism and Mahdism: between Morocco and England

27. Januar: Suraiya Faroqhi (München/Istanbul)

Gefangene, Kaufleute und Abenteurer: Osmanische Untertanen ausserhalb der Reichsgrenzen

3. Februar: Podiumsdiskussion

Hans Aurenhammer (Frankfurt), Hannah Baader (Florenz), Susanna Burghartz (Basel), Gerhard Wolf (Florenz),

Moderation: Christoph Keller (Basel)

2009-10-03

Das Elfriede Jelinek-Forschungszentrum lädt herzlich ein!


Ausgehend von Elfriede Jelineks Texten Bambiland und Babel veranstaltet das Elfriede Jelinek-Forschungszentrum am 17.11. und 19.11.2009 zwei Abende mit dem Titel „War against Terror. Art against War – Irakkrieg und Kunst“.

Im project space karlsplatz der Kunsthalle Wien (17.11.) und im ORF Kulturcafé (19.11.) befassen sich KünstlerInnen, Literatur-, Film- und PolitikwissenschaftlerInnen, PhilosophInnen und Ökonomen mit folgenden Fragen: Was bewirkt Kunst gegen Krieg? Wie haben sich KünstlerInnen mit Krieg, insbesondere mit dem Irakkrieg auseinandergesetzt? Inwieweit lässt sich Krieg überhaupt mit den Mitteln der Kunst darstellen? Und wie ist das Verhältnis von Faktizität und Fiktionalität bei der Thematisierung von Krieg in künstlerischen Arbeiten zu bewerten?

Neben Vorträgen und Diskussion, u. a. mit dem Regisseur Nicolas Stemann, liest Andrea Eckert am 19.11. aus Texten von Elfriede Jelinek, Falk Richter, Sherko Fatah, Ian McEwan und Riverbend. Am 17.11. wird Klaus Auderers Filmzyklus now we are dead (2004) gezeigt.

Es wirken mit:

Samir Jamal Aldin, Andrea Eckert, Ulrike Haß, Susan Neiman, Drehli Robnik, Michael Rohrwasser, Thomas Schmidinger, Nicolas Stemann und Haifa Zangana.

Nähere Informationen sowie das detaillierte Programm:

http://www.elfriede-jelinek-forschungszentrum.com/veranstaltungen/global-2009

Der Eintritt ist für alle Veranstaltungen frei.

Die beiden Abende sind der erste Teil der Veranstaltungsreihe „Totalitarismus - Fundamentalismus - Kapitalismus. Kunst im globalen Kontext“, die sich, ausgehend von Texten Jelineks, mit der Sicht von KünstlerInnen auf aktuelle globale Probleme beschäftigt.

Der zweite Teil, der sich mit Medien und (Irak-)Krieg auseinandersetzt, findet am 19. und 20.1.2010 statt, u. a. mit Bazon Brock, Peter Weibel, Eva Kreisky und einem Programmpunkt zu Christoph Schlingensief.

Das Elfriede Jelinek-Forschungszentrum kooperiert mit dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, der Kunsthalle Wien und dem ORF Radiokulturhaus.

Kontakt:

Elfriede Jelinek-Forschungszentrum

Institut für Germanistik | Universität Wien

Dr.-Karl-Lueger-Ring 1

1010 Wien | Austria

Tel: +43 1 4277-42164, +43 664 1217525

Fax: +43 1 4277-42150

Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr 9 - 17 Uhr

2009-09-21

ufenthaltsstipendien für junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren im LCB 2010

ufenthaltsstipendien für junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren im LCB 2010

Bis zum 31. Oktober 2009 (Poststempel) können sich junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren um ein dreimonatiges Aufenthaltsstipendium im LCB im Jahr 2010 bewerben. Bewerber (wichtig: bis 35 Jahre alt, nicht in Berlin lebend) müssen über erste Publikationserfahrungen verfügen. Die Stipendien sind mit 1.100 Euro pro Monat dotiert.

Der formlosen, an das LCB zu richtenden Bewerbung sind neben Angaben zur Person und zum literarischen Werdegang Arbeitsproben im Umfang von etwa 20 Seiten sowie eine Buchpublikation (oder ein Theaterstück bzw. ein Hörspiel, aber keine Anthologien) beizufügen.

Weitere Auskünfte erteilt Corinna Ziegler, Tel. 030 - 81 69 96 20 oder ziegler@lcb.de.

2009-09-08

2. Deutscher Biographiepreis geht an Rosa von Praunheim

Bad Sooden-Allendorf, 21. September 2009. – Mit der Verleihung des 2. Deutschen Biographiepreises werden die Nordwalder Biografietage am 25. September eröffnet: In der Kategorie „Verlagspublikationen“ fiel die Entscheidung der Jury einstimmig auf den Regisseur Rosa von Praunheim für seinen autobiographischen Film „Meine Mütter – Spurensuche in Riga“. Siegerin in der Kategorie „Privatpublikationen“ ist Dr. Inka Postrach, Biographiedienstleisterin aus Hamburg.

Inka Postrach erhält den Preis für die fachliche Begleitung der Privatbiographie „Paulinchen war allein zu Haus“ von Friederike Ruhm. Die Lebensgeschichte ist typisch für die Generation der Kriegskinder und für den Umgang mit Grenzerfahrungen. Dazu Dr. Andreas Mäckler, Leiter des Biographiezentrums und Jury-Vorsitzender: „Alles, was wir an guten Qualitäten in der biographischen Arbeit suchen, haben wir in diesem Projekt gefunden. Das Buch kann viele Menschen motivieren, ihre eigene Geschichte aufzuschreiben.“

In einer überraschenden Offenbarung wurzelt die Motivation für Rosa von Praunheims Film „Meine Mütter – Spurensuche in Riga“. Im Jahr 2000 gestand ihm seine damals 94-jährige Mutter, dass er nicht ihr leiblicher Sohn sei. Sie hätte ihn in Riga während der deutschen Besatzung in einem Kinderheim gefunden. 63-jährig, zwei Jahre nach dem Tod seiner Mutter, zieht es von Praunheim in die lettische Hauptstadt, das Geheimnis seiner Herkunft zu lüften. Stefan Schwidder, Co-Leiter Biographiezentrum, sagt: „Rosa von Praunheims Spurensuche nach der eigenen Herkunft deckt sich kongenial mit der unsrigen als Auto-Biographen. Sein ergreifender Dokumentarfilm setzt Maßstäbe und berührt!“

Die Nordwalder Biografietage (25. - 27. September 2009) eröffnen mit einem Empfang mit Landrat Thomas Kubendorff und der Verleihung des Deutschen Biographiepreises 2009 im Nordwalder Rathaus am 25. September um 14 Uhr. Unter dem Motto „20 Jahre Mauerfall – Ein biografisches Fazit“ erwarten die Besucher zahlreiche Veranstaltungen, darunter die Ausstellungseröffnung und Buchpremiere des Fotografen Karlheinz Jardner, Kabarett mit Thomas Kreimeyer, Musik von André Herzberg („Pankow“) und mehr.

Das Biographiezentrum ist die Vereinigung deutschsprachiger Biographinnen und Biographen. Seit 2004 setzen sich seine Mitglieder mit Publikationen, Workshops, Seminaren, Vorträgen und Ausstellungen für die Förderung der biographischen Erinnerungsarbeit als Teil der Kulturgeschichte ein.

Kontakt: Dr. Andreas Mäckler, Biographiezentrum, Rhenanusplatz 8, 37242 Bad-Sooden-Allendorf, Fon +49 (0)8243/993846,
Fax +49 (0)8243/993847
info@biographiezentrum.de, www.biographiezentrum.de

Pressekontakt:
Karin Midwer Publikationen & PR Hamburg,
Fon +49 (0)40/41468504, E-Mail: info@karinmidwer.de

Informationen zu den 2. Nordwalder Biografietagen:

Matthias Grenda, Gesellschaft für biografische Kommunikation e.V.,

Fon +49 (0)2573/920797, E-Mail: matthias@dialogbiografie.de, www.dialogbiografie.de

2009-09-02

Jochen Baldes' KOBAL: Das dritte Ohr ist ein Auge - or Jazz is a different kind of reading

In einem großen Wurf hat der Züricher Saxophonist und Arrangeur Jochen Baldes den mehrfach ausgezeichneten Gedichtzyklus „ach anna. seufzerkalendarium“ des Hamburger Dichters Nicolai Kobus zur abendfüllenden Suite auskomponiert. Baldes hat sich längst in Jazzkreisen nicht nur einen wohltönenden Namen gemacht, sondern vor allem zwischen New Yorker Post-Bop und Swiss-Neo-Cool sein ganz eigenes, höchst vitales Biotop gefunden. Weit gespannte, mehrstimmige Melodiebögen in filigranen Arrangements, die alle Improvisationsräume klar konturieren und dennoch weit offen gestalten, schaffen eine ideale zweite Lebenswelt für die traditionsgesättigten, hochironisch elaborierten, aber mit handfestem Pathos bodennah gehaltenen Texte. Kobus selbst wird seinen Arbeiten die Stimme geben, gewissermaßen als literarischer Sextaner in einem hochkarätig besetzten Jazz-Quintett: Jochen Baldes (Ts, Ss, Acl), Michael Gassmann (Tp), Michael Bucher (Git), Thomas Bauser (Ham), Dominic Egli (Dr).

www.myspace.com/jochenbaldeskobal
www.jochenbaldes.ch
www.nicolai-kobus.de

Tourdaten sind bisher:
11. Okt. 2009, Stellwerk, Hamburg
13. Okt. 2009, Haus Nottbeck, Oelde
25. Okt. 2009, Musikschule, Stadtlohn
27. Okt. 2009, Kunstquartier, Hagen
29. Okt. 2009, Literaturhaus, Unna
07. Mrz. 2010, Schlachthof, Wels (A)

2009-08-27

BARDINALE 2009 Dresden


mit

LIGHT & WORD

03.-12. September 2009

Ostdeutschlands spartenübergreifendes, internationales Poesiefestival BARDINALE® mit seinem Partnerfestival LIGHT & WORD geht in die achte Runde. Text, Klang, Lichtpoesie, Musik, Film und urbane Kultur bilden die Säulen des Projektes, das unter dem Thema Mobilität innovative Bausteine mit erprobter Qualität verbindet und durch seinepoetische Vielfalt, grenzüberschreitende Kunstaktionen und Mitmachangebote zu einem persönlichen Umgang mit Kultur und Kunst einlädt.

Beteiligt sind 30 Künstler aus 9 Nationen sowie Dresdner Schüler und Studenten.

BARDINALE Eröffnung mit Late Nite im Jazzclub Neue Tonne

Donnerstag, den 03. 09. 2009, 20.00 Uhr

Eintritt 6 Euro/erm. 4 Euro

Stimmen neuester junger Lyrik aus dem deutschsprachigen Raum eröffnen das Poesiefestival gemeinsam mit Dresdner Dichtern. Es lesen Judith Zander (Berlin), Christoph Wenzel (Aachen), Daniela Danz (Halle), Ulrike Draesner (Berlin), Michael Wüstefeld, Uwe Hübner, Jörg Bernig und Erich Sobeslavsky (alle Dresden). Diemusikalischen Dialoge gestaltet Hartmut Dorschner (Saxofonist/Soundkünstler).

BARDINALE Konzert/Gespräch im Jazzclub Neue Tonne

Freitag, den 04. 09. 2009, 20.00 Uhr

Eintritt 6 Euro/erm. 4 Euro

Die Berliner Liedermacherin und Sängerin Barbara Thalheim präsentiert gemeinsam mit Jean Pacalet (Akkordeon) ihr neues Programm “herzverloren” sowie Lieder mit Texten des Dresdner Autors Michael Wüstefeld. Im Anschluss führen die Songkünstlerin und der Autor ein offenes Gespräch über die Grenzgänge zwischen Literatur und Musik.

Songtextworkshop im Erich Kästner Museum

Samstag, den 05. 09. 2009, 10.00 – 15.00 Uhr

Eintritt 3 Euro

Ein spannendes Angebot für Jugendliche, die Liedtexte schreiben oder endlich einmal schreiben wollen und für diejenigen, die sich mit dem Analysieren von Songs und Songtexten beschäftigen. Die Jugendliteraturredaktion JuLi und die Dresdner Band Funkstille erarbeiten gemeinsam einen BARDINALE-Song. Der Workshopleiter Masen Abou-Dakn wurde als Songwriter, Sänger und Autor mehrfach prämiert.

BARDINALE Literaturmeile am Artesischen Brunnen am Albertplatz

Samstag, den 05. 09. 2009, 16.00 - 20.00 Uhr

Eintritt frei

In Kooperation mit Dresdner Autorenvereinen, Buchhändlern und Verlagen soll das literarische Angebot Dresdens im öffentlichen Raum präsentiert werden. Die Jugendliteraturredaktion JuLi liest Texte der BARDINALE-Autoren. Die Dresdner Band Funkstille präsentiert den brandneuen BARDINALE-Song. Der LiteraturRätselkoffer macht Station mit einem internationalen Poesiequiz. Mitgliedervereine des Interkulturellen Forums Dresden richten einBegleitprogramm aus.

Poets Wanted im medien@age

Samstag, den 05. 09. 2009, 19.00 Uhr

Eintritt frei

Die Autoren der vom Dresdner Schriftsteller Michael G. Fritz geleiteten Schreibwerkstatt stellen ihre neuesten Texte vor. Es lesen: Robert Lorenz, Hans Wiesener, Frank Siegert, Manuela Bibrach-Hofmann, Armin Troy, Kerstin Geiger, Dominik Scholz und Jacob Möbius.

Partnerfestival LIGHT & WORD Flows I in der Blauen Fabrik

Sonntag, den 06. 09. 2009, 20.00 Uhr

Eintritt 6 Euro, erm. 4 Euro

Der irische Architekt, Künstler und Lichtpoet Ruairí O'Brien zeigt als Intro „The Arcades Project“, eine Hommage an Walter Benjamin; Der Komponist und Musiker Günter Heinz präsentiert seine Sprach-Klang-Performance „Zeugen am Ufer“ nach Texten des irakischen Dichters Sargon Boulus.

Sprachen machen Leute im Erich Kästner Museum

Dienstag, 08. 09. 2009, 20.00 Uhr

Eintritt 6 Euro/erm. 4 Euro

Zwei Trägerinnen des Adelbert-von-Chamisso-Preises, Ilma Rakusa und Tzveta Sofronieva, referieren, lesen und diskutieren gemeinsam mit zwei belarussischen Autorinnen, Volha Hapejewa und Iryna Herasimovich, zumZusammenhang zwischen Sprache(n) und Identität(en), zum gegenseitigen Einfluss von Menschen und Sprachen aufeinander, zur Auslotung der Peripherie sprachlicher Norm für den poetischen Ausdruck. Das Themenfeld wird sowohl aus reflektierender Distanz bei den Vorträgen betrachtet, als auch in der Dimension des eigenen lyrischen Sprechensbei der Lesung veranschaulicht.

Konzept: Iryna Herasimovich, Kulturmanagerin aus Minsk

LIGHT & WORD Flows II im Erich Kästner Museum

Mittwoch, den 09. 09. 2009, 20.00 Uhr

Eintritt 6 Euro/erm. 4 Euro

Der griechische Video- und Medienkünstler Konstantinos Antonios Goutos präsentiert gemeinsam mit Ruairí O'Brien eine dreiteilige KurzvideoFlanerie. Teil 1 (Goutos): europäische Städte, audiovisuelle Dialoge und urbane Bilder. Teil 2 (Goutos/O’Brien): Dresden-Spaziergang – eine weitere Hommage an Walter benjamin. Teil 3 (Goutos/O’Brien): „Das Museumsexperiment“. Im Anschluss BARDINALE Film

Poetry Kids im Erich Kästner Museum

Donnerstag, den 10. 09. 2009, 9.00 – 11.00 Uhr

Eintritt frei

Ein Workshop für Unterstufenschüler, in dem sie sich mittels Sprache, Klang und Text eigene Experimentierräume schaffen und zum Thema „Sprache in Bewegung” lesen, schreiben, reflektieren und vortragen. In diesem Jahr sind zwei sechste Klassen zu Gast.

BARDINALE Special im Erich Kästner Museum

Donnerstag, den 10. 09. 2009, 19.00 Uhr

Eintritt 4 Euro/erm. 2,50 Euro

Die Dresdner Stadtschreiberin 2009, Dorothea Dieckmann, präsentiert die Rohfassung ihres „Dresden Poems“, eine poetische Collage aus neuen Texten und fotografischen Stadtimpressionen.

LIGHT & WORD Workshop Ulysses im Erich Kästner Museum

Freitag, den 11. 09. 2009, 11.00 – 15.00 Uhr

Eintritt 6 Euro/erm. 3 Euro

Künstlerische Leitung: Ruairí O'Brien

Paarlauf – Tandemlesung im Erich Kästner Museum

Freitag, den 11. 09. 2009, 20.00 Uhr

Eintritt 6 Euro/erm. 4 Euro

Matthias Politycki (geb. 1955 in Karlsruhe) und Saskia Fischer (geb. 1971 in Schlema/Erzgebirge), treffen zum „Paarlauf“ aufeinander, zu einer Tandemlesung, die ihren besonderen Reiz aus den sehr unterschiedlichen Erfahrungen der Dichter bezieht. Moderation: Michael G. Fritz

BARDINALE Talk im Erich Kästner Museum

Samstag, den 12. 09. 2009, 16.00 Uhr

Eintritt 4 Euro/erm. 2,50 Euro

Um den Zuhörern über den Textvortrag hinaus einen vertiefenden Eindruck in ihre Wortwerkstatt und ihrekulturellen/sprachlichen Wurzeln zu geben, führen die Poets on the Road am Nachmittag vor ihrem Auftritt ein öffentliches Werkstattgespräch. Moderation: Michael Hametner (MDR Figaro)

Poets on the Road im Jazzclub Neue Tonne

Samstag, den 12. 09. 2009, 20.00 Uhr

Eintritt 6 Euro/erm. 4 Euro

Die Veranstaltung ist eine Hommage an die Vielfalt des Kulturguts Sprache, an die Dichtkunst und den kulturellen Austausch zwischen den Völkern. Zwanzig Jahre nach der Wende sind Autorinnen und Autoren aus ost- und westeuropäischen Nachbarstaaten zu Gast, in denen der Mauerfall grundlegende gesellschaftliche und politische Veränderungen bewirkte. Es lesen: Eugenijus Ališanka (Litauen), Tadeusz Dąbrowski (Polen), Volha Hapejewa(Belarus), Don Paterson (Großbritannien) und Amina Saĩd (Frankreich). Musikalische Improvisation: Günter Baby Sommer

2009-08-21

Schreibwerkstatt der Stadtbibliothek Bad Tölz : Dialog im Prosatext

Schreibwerkstatt der Stadtbibliothek Bad Tölz : Dialog im Prosatext


Samstag/Sonntag

19./20. September 2009

11 bis 17 Uhr

Dialoge sind in vielen erzählenden Texten unverzichtbare Bestandteile, die literarische Figuren lebendig gestalten und charakterisieren. Sie erfüllen wichtige dramaturgische Funktionen, indem sie die Handlung vorantreiben. Leider wirken Dialoge oft hölzern und lebensfern und bereiten beim Schreiben erhebliche Mühe.

Das Seminar zeigt Unterschiede zur gesprochenen Sprache, Theater- und Filmdialogen, erarbeitet Gestaltungsmöglichkeiten zum Schreiben von anschaulichen Dialogen und vermittelt das Wissen, wie man Dialoge gezielt einsetzt, um spannende Texte zu schreiben.

Vorgehensweise: Theorie - Schreibübung - Textgespräch

Stadtbibliothek Bad Tölz

Schreibwerkstatt

(maximal 10 Teilnehmer)

Teilnehmerbeitrag 63 €uro


Anmeldung Schreibwerkstatt:

ArwedVogelFLP@aol.com , 08762/726 121

Bitte per E-Mail eine verbindliche Anmeldung.

Falls Übernachtung gewünscht, bitte vermerken, wir reservieren ein Zimmer mit frühstück im Gasthof der näheren Umgebung.

2009-08-04

Mobile Sessions - Bilder werden zu Wörtern

Bilder werden von Wörtern abgelöst, um durch geschriebene Geschichten wieder neu zu entstehen. Mobile Sessions ruft den Wortwettbewerb „Stadtgeschichten“ aus, der das Thema Literatur einläutet und Kunst als Motto ablöst.
Nach dem Kunstthema dreht sich der Wettbewerb auf der Online Plattform www.mobile-sessions.com um das geschriebene Wort. Beim Wortwettbewerb sind Laien genauso gefragt wie die Profis, unter dem Motto „Stadtgeschichten“ Anekdoten aus ihrer Stadt zu erzählen. Unvergessliche Erlebnisse, mitgelauschte Gespräche, beobachteter Wahnsinn oder alltägliche Peinlichkeiten, alles ist erlaubt. Einzige Begrenzung gilt der Länge der Beiträge: 500 Zeichen müssen genügen, um der eigenen Stadt ein Gesicht zu verleihen.
Begleitend zum Wettbewerb bloggen Szeneleute als urbane Experten im City-Blog über ihre Städte (Berlin, Hamburg und München) und stellen diese in ihren verschiedensten Facetten vor – Literatur soll dabei nicht zu kurz kommen.
Der Preis
Der Gewinner des Wortwettbewerbs reist nach Chicago in den Geburtsort des Poetry Slams. Dort wird im Traditions-Jazzclub „The Green Mill“ jeden Sonntag unter Obhut des Erfinders Marc Kelly Smith noch das Original des Poetry Slams abgehalten. Dabei werden selbst geschriebene Texte unter bestimmter Zeitvorgabe vor Publikum vorgetragen. Sowohl Text als auch Art des Vortrags werden von den Zuschauern bewertet.
Die Lead Academy
Als Orientierungshilfe schreiben bekannte Autoren, Musiker, Designer als Lead Academy Kurzgeschichten, die als Beispiele dienen. Maximilian Witzigmann (Drehbuch „Tramitz & Friends“), Jens Hoffmann (Regie „9to5 - Days in Porn“), Dennis Lisk (aka Denyo von „Absolute Beginner“), Jens Teutsch-Majowski (Drehbuch „Isch kandidiere – Horst Schlämmer“) sind einige unter vielen, die als Lead Academy die Teilnehmer mit ihren Beiträgen inspirieren, stehen aber natürlich außer Konkurrenz.
Die Entscheidung
Die hochgeladenen Geschichten treten ab 15. Oktober in der Battlephase gegeneinander an. Die User bestimmen, wer jede einzelne Schlacht für sich entscheidet. Die zwanzig Einsendungen mit den meisten Stimmen stellen sich im Finale der Jury aus der Lead Academy, die den endgültigen Sieger kürt. Als Abschluss des Wortwettbewerbes wird Anfang Dezember in zwei Lesungen eine Auswahl der Einsendungen präsentiert.
Mobile Sessions
Mobile Sessions ist eine interaktive Großstadt, die Platz bietet für alle, die sich kreativ entfalten wollen und Freiraum für ihre Ideen suchen. Je mehr Inhalte im Laufe der Zeit dazu kommen, desto größer wird die Stadt. Das Projekt Mobile Sessions hatte sich im Jahr 2008 hauptsächlich der Musik verschrieben. Zahlreiche renommierte Live-Acts wie Soulwax, Hercules And Love Affair und José González tourten durch Deutschland. Die Videos davon sind nach wie vor auf Mobile Sessions zu sehen. 2009 entwickelt sich die Plattform weiter in Richtung Kunst und Literatur. Wettbewerbe zu allen Feldern von Zeitgeist fordern die kreative Ader der User. Mehr zu lesen gibt es auf: www.mobile-sessions.com

2009-07-30

Mädchen! Schreibt! Krimis!


In der Kürze liegt die Würze - Der Haiku- und Postkarten-Krimi-Wettbewerb auf www.LizzyNet.de

LizzyNet, die Online-Community für Mädchen, startet am 1. August, gemeinsam mit dem Krimiautorinnennetzwerk Mörderische Schwestern, die zweite Runde ihres bundesweiten Krimi-Schreibwettbewerbs für Nachwuchsautorinnen. Auch in diesem Jahr geht es wieder darum, junge Schreibtalente zu fördern und ihnen die Möglichkeit der Veröffentlichung ihrer Werke zu bieten.

Das kreative Potential der Nachwuchsautorinnen im Alter von 12 bis 22 Jahren wird diesmal besonders durch die Form der Wettbewerbsbeiträge herausgefordert: Mit Krimi-Haiku und Postkartenkrimis sind Einsendungen gefragt, die es auf kürzestem Raum schaffen, die LeserInnen in ihren Bann zu ziehen. Wer es schafft, eine vollständige Geschichte in maximal 15 Zeilen à 60 Anschlägen zu erzählen (Postkarte) oder gar in 3 Zeilen mit maximal 17 Silben (Haiku) Spannung zu erzeugen, sollte sich unbedingt beteiligen!

Die Jury des Schreibwettbewerbs besteht aus erfahrenen Fachfrauen des Krimigenres (Mörderische Schwestern, Arena Verlag). Aus allen Einsendungen wählt die Jury die besten fünf Postkartenkrimis und Krimi-Haiku aus, deren Autorinnen jeweils ein großes Krimi-Buchpaket aus dem Arena Verlag gewinnen. Außerdem werden die schönsten Einsendungen auf Postkarten gedruckt und Neuerscheinungen des Verlags beigelegt. Einsendeschluss ist der 9. September 2009.

Die Mädchencommunity www.LizzyNet.de, ein Angebot der Mediengruppe DuMont, ist der Treffpunkt für junge Autorinnen und solche die es werden möchten. In der Onlinezeitung von Mädchen für Mädchen „LizzyPress“ werden täglich neue Artikel veröffentlicht. Unterstützung erhalten die Mädchen durch Onlinekurse und die Redaktion. Im letzten Jahr hat LizzyNet bereits sehr erfolgreich, ebenfalls gemeinsam mit den Mörderischen Schwestern, den ersten Krimischreibwettbewerb „Mädchen schreibt Krimis!“ veranstaltet.

Zum Wettbewerb: http://www.lizzynet.de/dyn/171736.php

2009-07-17

BARDINALE® 2009 mit LIGHT & WORD

vom 3. bis zum 12. September in Dresden
Ostdeutschlands spartenübergreifendes, internationales
Poesiefestival geht in die achte Runde.
Die BARDINALE® mit ihrem Partnerfestival LIGHT & WORD verbindet rund um das
Thema Mobilität aufs Neue erprobte Qualität mit innovativen Bausteinen aus den
Bereichen Songwriting, Sprachen machen Leute, Lichtpoesie. Poetische
Vielfalt, grenzüberschreitende Kunstaktionen, Mitmachangebote und jede Menge
Spaß laden ein zu einem persönlichen Umgang mit Kultur und Kunst.
Veranstalter ist das Literaturbüro im Erich Kästner Museum gemeinsam mit
robvisions und dem Jazzclub Neue Tonne.
Neben der open air Literaturmeile auf Dresdens Hauptstraße, einem
Liedtextworkshop, einem interkulturellen Werkstattprogramm und einem
Gesprächskonzert gibt es vielfältige Lesungen internationaler und deutsch-
sprachiger Poesie, einen Diskurs zu Schreibverfahren als Spracharchitektur, die
Präsentation von Arbeitsergebnissen der Poets Wanted, Poetry Kids, den
BARDINALE Film, einen Open-Mic-Nachmittag, BARDINALE flows als
Kernprojekt des künsteübergreifenden Poesiebegriffs und anderes mehr.
Beteiligt sind 30 Künstler aus 9 Nationen sowie Dresdner Schüler und
Studenten.
Gefördert wird das Festival in diesem Jahr durch: Amt für Kultur und Denkmalpflege,
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Kulturstiftung des
Freistaates Sachsen, MitOst e.V. mit Partner Robert Bosch Stiftung, Pro Helvetia,
Institut Français, Botschaft der Republik Litauen
Als Prolog zur BARDINALE finden bereits am 22. und 23. August interkulturelle
Spielseminare und Schreibwerkstätten für Kinder im Alter von 7-12 Jahren statt.
Bewerben kann sich jeder, der zum Beispiel wissen möchte, ob Fremdsprachen
immer fremd sind, ob man mit Sprache spielen und Wörter basteln kann.
Informationen in der Geschäftsstelle unter Tel. 8045087
www.bardinale.com

Dieses Jahr aktuell: bardinale.blogspot.com

2009-07-16

"Erfundene Wirklichkeiten" – Tages- und Zeitungsgedichte von Marina D'Oro und Ursula Teicher-Maier

29. August um 20:00 Uhr

Am 29. August um 20 Uhr stellen sie ihre neue Lyrikkollektion vor in der „Kunstfabrik bhf 2“ im Bahnhof Darmstadt-Wixhausen.

Ort: "Kunstfabrik bhf 2", Bahnhofstraße 2, 64291 Darmstadt-Wixhausen



Presseinformation

Erfundene Wirklichkeiten
Tages- und Zeitungsgedichte von Marina D'Oro und Ursula Teicher-Maier

„ich ist eine / andere ein spiel / der sinne und ideen“ (Marina D’Oro)
„das Wort ist ein Hohlraum, bewohnbar im Fallen“ (Ursula Teicher-Maier)

Die Wirklichkeit ist ein alter Hut. Dass jeder sich eine Welt erfindet ein Chapeau Claque. Wer ihn aufsetzt, muss nicht altmodisch sein. Die Sprachvirtuosin Marina D’Oro und die Lichtenbergpreisträgerin Ursula Teicher-Maier entdecken unter diesem Kleidungsstück, wie sich die Welt täglich anders gewandet. Ihr Kleid heißt für Dichterinnen naturgemäß Gedicht.

Die Lyrikerinnen aus Frankfurt und Darmstadt schneidern auf ganz unterschiedliche Weise. Laut oder leise, weit oder eng, aber nie konventionell. Ihre neue Lyrikkollektion zeigen sie am 29. August um 20 Uhr.

Die Lesung findet in der „Kunstfabrik“ im Bahnhof Wixhausen statt: Bahnhofstraße 2, zu erreichen mit der S 3 oder mit dem Bus, Linie WX ab Darmstadt-Arheilgen Hofgasse (Straßenbahnendstation) Richtung Weiterstadt-Gräfenhausen Hessenwaldschule.

Kunstfabrik bhf 2
Bahnhofstraße 2
64291 Darmstadt-Wixhausen